Werkbeschreibung

Am liebsten arbeite ich in der Rakutechnik- das ist eine aus Japan stammende Brenntechnik, die ein schwarz eingefärbtes Kraquelée und typische Kupfer- und Türkisfärbungen ergibt.
Besonders der Zufallsfaktor- nix genaues weiß man nicht bis nach dem letzten Putzen des Stückes- reizt mich an dieser Technik, die ich kurz beschreiben will:
Das zu brennende Stück setze ich geschrüht und glasiert in meinen gasbetriebenen Raku- Ofen und heize relativ schnell hoch, bis die Glasur ausgeschmolzen ist. Bei etwa 1000 C hole ich das Stück mit einer Zange aus dem Ofen. Der große Temperaturunterschied begünstigt das Reißen der Glasur. Ich lege das glühende Stück in eine Tonne, in die ich brennbares Material, z. B. Sägespäne gefüllt habe. Durch Verschließen der Tonne sorge ich für eine Nachreduktion des Stückes, außerdem dringt der entstehende Kohlenstoff in das Kraquelée ein und färbt es schwarz. Zum Schluss muss das Stück tüchtig geputzt werden, denn Teer und Ruß lassen noch nichts vom Endergebnis erkennen: die Überraschung ist also jedesmal wieder groß.
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